Siggiko
 Emily Barthold

Szene aus dem Film Siggiko © oalb

Emily Barthold alias Siggiko (* geboren in Washington, D.C./USA) ist Comic-Künstlerin, Librettistin und Literaturwissenschaftlerin. Sie studierte Germanistik und Internationale Beziehungen an der George Washington University und absolvierte anschließend ein Masterstudium in German and European Studies an der Georgetown University, wo sie 2019 auch in Germanistik promovierte. Seit 2021 ist sie künstlerisch tätig und arbeitet seit 2024 freiberuflich als Künstlerin. 

Siggiko wurde mit einer Prämierung beim Ideenwettbewerb „Rěč zwjazuje. Rěc zwězujo. Sorbisch verbindet.“ der Stiftung für das sorbische Volk ausgezeichnet. Zudem erhielt sie den 1. Preis für deutschsprachige Texte beim Literaturwettbewerb „Die Njewjedriskower Mühle“ des Domowina – Regionalverband Niederlausitz e.V. Ihre Arbeiten wurden in Ausstellungen und Projekten in der Lausitz präsentiert, u. a. in der Kunsthalle Lausitz in Cottbus, im Rathaus Lübben sowie im öffentlichen Raum durch Plakat- und Wandarbeiten. 

  Werktitel:

 Die Künstlerin untersucht, ob traditionelle Motive wie Trachten oder Sagenfiguren tatsächlich das Sorbische bestimmen – oder ob sich dessen Grenzen neu denken lassen. Durch die Verbindung sorbischer Ikonografie mit internationalen Comic- und Popkulturströmungen erforscht sie, wie überlieferte, häufig im 19. Jahrhundert fixierte Traditionen heute neu gelesen, erweitert oder kritisch hinterfragt werden können. Für die openart Lausitz Biennale plant sie eine 2 × 3 m große bemalte Holzplatte, die Street Art mit der sorbischen Sagenwelt verbindet: ein Irrlicht, das in Tokyo-inspirierter Urban Fashion und sorbischer Tracht vor der alten Cottbuser Stadtmauer tanzt, begleitet vom Schriftzug „Buź swój!“ als Hommage an Mina Witkojc.