Cihangir Gümüstürkmen
Das Labyrinth der Grenzen

Szene aus dem Film Cihangir Gümüstürkmen © oalb
© Photographer Dale Grant
Cihangir Gümüştürkmen

Cihangir Gümüştürkmen (*1964 in Izmir/TR) ist bildender Künstler und Performer und lebt seit 1977 in Berlin. In der Berliner Kulturszene war er über viele Jahre hinweg als Performer, Tänzer und Schauspieler tätig.

Er entwickelte eigene Bühnenformate wie das Comedy-Solo One Görl Show (ab 2003) und war Mitbegründer des Kabaretts Salon Oriental. Als Tänzer wirkte er in internationalen Showproduktionen mit und gilt als Pionier des orientalischen Tanzvarietés. 

Seit 2019 konzentriert sich Gümüştürkmen ausschließlich auf seine Arbeit als bildender Künstler. Seine Werke sind geprägt von Referenzen aus unterschiedlichen Kunstepochen und von einem spielerischen Umgang mit kulturellen Codes. Mit kritisch-ironischer Brechung hinterfragt er tradierte Sehgewohnheiten und gesellschaftliche Normen, insbesondere in Bezug auf Identität und Gender. Eine Auseinandersetzung mit Selbstbildern und äußeren Zuschreibungen bildet dabei ebenfalls einen zentralen Ausgangspunkt seines künstlerischen Schaffens. 

Gümüştürkmens Arbeiten wurden in Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland präsentiert. Zu den Ausstellungsorten zählen unter anderem die Galerie Soldo in Wien, die Galerie Salon 36 sowie das Haus am Kleistpark/Tempelhof Museum in Berlin. Darüber hinaus war er an Gruppenausstellungen in verschiedenen Berliner Galerien und Projekträumen beteiligt, unter anderem bei ARTLABBERLIN, der Galerie Semjon Contemporaryund der HAZE Gallery Berlin, sowie in Hamburg, Halle und Doberlug-Kirchhain. 

Werktitel: Das Labyrinth der Grenzen

Cihangir Gümüştürkmen verwandelt die große Wiese hinter der Scheune in ein begehbares Labyrinth, dessen Wege keinen eindeutigen Ausgang versprechen. Orientierung wird hier zur Erfahrung und zum Spiel mit Bewegung, Entscheidung und Verlorensein.