Sebastian Klug

Szene aus dem Film Sebastian Klug © oalb

Sebastian Klug (*1981 in München/BRD) ist ein bildender Künstler und Fotograf mit Sitz in Berlin. Er studierte Architektur an der Technischen Universität Cottbus und schloss sein Studium nach Auslandsaufenthalten an der IUAV Venedig und der ETSA Granada mit dem Diplom ab. Seit seinem Umzug nach Berlin im Jahr 2008 arbeitet er schwerpunktmäßig mit Fotografie; erste Ausstellungen, u. a. im Rahmen des European Month of PhotographyBerlin 2010, führten zu einer europaweiten Ausstellungstätigkeit. 

Klugs künstlerische Praxis bewegt sich zwischen Fotografie, Skulptur und Installation. Sie setzt sich mit Fragen der räumlichen Wahrnehmung und materiellen Gestaltung auseinander und hinterfragt die Rolle der Fotografie bei der Formung unseres Weltbilds. Durch den Einsatz unterschiedlicher Materialien und Techniken entstehen hybride Objekte und immersive Installationen, die Betrachter:innen dazu einladen, sich im Rahmen einer sinnlich-ästhetischen Erfahrung mit den jeweiligen thematischen Hintergründen auseinanderzusetzen. Fragmente von Bildern, die materiellen Eigenschaften ihrer Träger sowie atmosphärische Einflüsse wie Licht, Schatten, Bewegung und Klang verschmelzen dabei zu einer untrennbaren Einheit. 

Klug zeigte seine Arbeiten in zahlreichen Einzel- und Duopräsentationen, u. a. im Rahmen des European Month of Photography Berlin, bei Sotheby’s München sowie in Ausstellungsräumen wie Nachtspeicher 23 in Hamburg und Plat/Form Paris. In Gruppenausstellungen war er u. a. in Berlin, Dresden, Hamburg, Mainz und Bayreuth vertreten sowie international in Glasgow, Kopenhagen, Helsinki, Genua, Turin, Venedig, Istanbul und Chicago. 2019 wurde er von Sotheby’s München als Artist Quarterly vorgestellt, 2021 für den Preis der Nationalgalerie und 2025 für den Mainzer Kunstpreis Eisenturm nominiert; 2023 erhielt er den Rumpenheimer Kunstpreis DIANA. 

Werktitel: Airdrop

Die Installation besteht aus einem schwebenden Objekt aus langen, schmalen Streifen wiederverwendeter Ausstellungsbanner. Ein 4×4 m großes, zwischen Bäumen oder Gebäuden aufgehängtes Holz- und Schnurgerüst trägt die bewegliche Struktur, deren stufenförmig angeordnete Bannerstreifen eine höhlenartige Form entstehen lassen. Durch Wind, Licht und die vielschichtige Staffelung erzeugt die Skulptur ein ephemeres, meditatives Spiel aus Bewegung, Farbe und Klang. Bei Dunkelheit entfaltet die Installation durch LED-Beleuchtung eine besondere Wirkung.