Heike Zappe (*1965 in Brandenburg an der Havel) lebt und arbeitet als Fotografin in Brandenburg und Berlin. Sie schließt in diesem Jahr ein Fotografiestudium an der Ostkreuzschule für Fotografie Berlin in der Klasse von Göran Gnaudschun ab und absolvierte zudem die “Klasse Mahler” bei Ute Mahler und Werner Mahler.
Heike Zappes fotografische Arbeit bewegt sich an der Schnittstelle von künstlerischer und dokumentarischer Fotografie. Ausgehend von einer präzisen Beobachtung von Landschaften und Lebensräumen, richtet sie den Blick auf Menschen und Orte, deren Existenz und Veränderungen häufig außerhalb öffentlicher Aufmerksamkeit liegen. Ihre Fotografien thematisieren Prozesse des Wandels und der Vergänglichkeit sowie Spuren menschlichen Handelns, ohne diese lediglich festzuhalten: Durch eine ästhetisch reflektierte, sorgfältige Bildkomposition bewahrt sie das Flüchtige und verleiht ihm Sichtbarkeit und Dauer.
Heike Zappes Arbeiten werden in Personal- und Gruppenausstellungen gezeigt, wie beim Brandenburgischen Kunstpreis im Schloss Neuhardenberg, im Brandenburgischen Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur oder in der Fotogalerie Friedrichshain. Internationale Präsentationen und Arbeitsaufenthalte führten sie nach Nantes, Lille und Châteauneuf-sur-Charente (Frankreich), nach Luzern (CH) sowie nach Brazzaville (Republik Kongo). Ein regionaler Schwerpunkt ihres derzeitigen kreativen Schaffens und ihrer Ausstellungstätigkeit liegt im Land Brandenburg, insbesondere im Oderbruch und der Niederlausitz.
Derzeit erscheint im Kerber Verlag ihr Buch “Letzte Runde” zum Verschwinden der Dorfkneipen, wofür sie eine Publikationsförderung von der Stiftung Kulturwerk der VG Bild/Kunst erhielt.
Heike Zappe ist Mitglied im berufsverband bildender künstler:innen berlin.
Werktitel: Am seidenen Faden
AM SEIDENEN FADEN gibt den Blick in eine verschwindende Praxis traditionsreicher Textilhandwerkskunst frei: In der Jende Posamenten Manufaktur in Forst/Lausitz werden an historischen Maschinen des 19. Jahrhunderts und in Handarbeit edle Borten, Quasten, Kordeln, Fransen und maßgefertigte Schmucktextilien hergestellt. Das „königliche Handwerk“ knüpft an den Glanz und Pomp vergangener Zeiten an.
Die Portraitserie von Heike Zappe zeigt die Facharbeiter*innen, die in diesem Refugium mit Hingabe, Können und Stolz tätig sind. Sie macht sichtbar, wie fragile, aber wertvolle kulturelle Techniken am „seidenen Faden“ zwischen Vergangenheit und Gegenwart hängen.
further reading
Ausstellung
/ Biennale
Forst / Baršć (Łužyca)
21.08.—06.09.2026,
Forster Museum für Textil- und Industriegeschichte Lausitz / Wokrejs Sprjewja-Nysa
Sonja Yakoleva Joana Vasconcelos Katharina Maria Wimmer Esther Perbandt Frank Lippold Marike Schuurman Minh Duc Pham Heike Zappe Karen Modrei
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