Katharina Arndt
How to dress for Jogging

Katharina Arndt (*1981 in Oschatz) lebt und arbeitet in Berlin und Barcelona. Sie studierte Bildende Kunst an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig und schloss ihr Studium mit dem Master of Fine Arts bei John Armleder ab. 

Arndt realisierte zahlreiche internationale Einzelausstellungen u. a. bei der RARO Gallery in Genua, im Hornsleth Museum in Kopenhagen, bei der VIN Gallery in Shanghai sowie bei Mott Projects in New York.

Weitere Solopräsentationen führten sie u. a. nach Mailand, London, Barcelona, Beirut, Bratislava, Saigon und Omaha. In Gruppenausstellungen war sie u. a. in der MEWO Kunsthalle Memmingen, im Tokyo Art Museum, im CollectorsRoom Hamburg sowie in Galerien und Institutionen in Madrid, Palma de Mallorca, Ulm und Erfurt vertreten. Ihre Arbeiten befinden sich u. a. in der Ulrich Dietz Collection in Stuttgart, bei aeroplastic in Brüssel, in der Saatchi Collection in London sowie in der Sammlung Haupt in Berlin. 
 
Werktitel: How to dress for Jogging

Katharina Arndt hinterfragt in ihrem über vier Meter langen, an Street Art angelehnten Gemälde How to Dress for Jogging (Englisch für “Wie man sich für das Joggen kleidet”) humorvoll die Oberflächlichkeiten moderner Konsum- und Lifestylekultur. Fünf Personen joggen, manche bauchfrei, am Strand von Barceloneta mit Handy und Kopfhörern. Wie selbstverständlich folgt auch der Strand einem eigenen Dresscode. In ihrer farbintensiven Bildsprache greift Arndt alltägliche Szenen, Formen der Selbstdarstellung und soziale Codes auf und überführt sie in eine übersteigerte, beinahe künstliche Bildwelt. Kleidung, Körper, Konsum und Lebensstil werden dabei zu sichtbaren Zeichen von Zugehörigkeit sowohl als auch individueller Inszenierung.

Zwischen Beobachtung und Beteiligung richtet die Künstlerin ihren Blick auf die kleinen Vergnügungen und absurden Routinen des Alltags, ohne diese zu bewerten. Vielmehr interessiert sie die Spannung zwischen dem Versprechen eines schönen, selbstbestimmten Lebens und der Oberflächlichkeit, die diesen Bildern eingeschrieben ist. How to Dress for Jogging verbindet so Humor und Ironie mit einer Auseinandersetzung über Selbstoptimierung, Konsum und die Frage, wie sehr unser Selbstbild durch gesellschaftliche Vorstellungen geprägt ist.