Miriam Lenk ( (*1975 in Konstanz/BRD) ist eine deutsche Bildhauerin. Nach Abitur in der Klosterschule und einer Ausbildung als Goldschmiedin studierte sie Literatur und Medienwissenschaften, später Kunst in Dresden mit einem Stipendium in Barcelona.
Das Zentrum ihres Werkes bildet ein weiblicher Archetyp: groß und prächtig, raumgreifend und dominant. Dies soll eine Galionsfigur für alle Frauen sein, die sich in der Gesellschaft zu dick, zu laut oder zu anders fühlen.
Werke im öffentlichen Raum schuf sie u. a. mit Yolanda, in Bronze, vor der Investitionsbank Berlin, bei der art Karlsruhe zeigte sie einen Überblick ihres Schaffens bis 2023. Während der Biennale di Venezia 2024 stand ihre Skulptur Janusfee in den giardini della marinaressa in der Ausstellung personal structures.
Im Mittelpunkt ihrer Arbeit geht darum, das weibliche Körpergefühl zu stärken und Frauen zu ermutigen, sich selbst zu sein.
Werktitel: Fragile Wucht
Fragile Wucht ist eine Skulptur aus Epoxidharz und Keramik, die einen weiblichen Archetyp als mächtige, widerständige Figur zeigt und zugleich hinterfragt. Inspiriert von feministischen Diskursen um Körpernormen und Solidarität thematisiert die Arbeit die Spannung zwischen Selbstannahme, Verletzlichkeit und gesellschaftlichen Strukturen. Die Figur verbindet glatt modellierte Formen mit scharfkantigen Fragmenten, deren Brüche und Spachtelungen den Prozess des Zweifelns und Neuverhandelns sichtbar machen. Beim Umrunden zeigt sich die barock wirkende Gestalt als fragile Hülle.
Bei der monumentalen Kollage Fragile Wucht wird diese Weiblichkeit inhaltlich und bildhauerisch hinterfragt. Der Schwebezustand zwischen Ordnung und Chaos symbolisiert das Abwägen. Die gedrehte und nach hinten abkippende Figur wirkt von vorne noch barock und üppig, wer sie jedoch umrundet, erkennt bloß noch eine Hülle, eine Art Nachbild von Kraft und Vitalität.
Weiterführende Links
Ausstellung
/ Biennale
Cottbus / Chóśebuz
05.09.—20.09.2026,
Kunsthalle Lausitz / Chóśebuz
Anne Peschken / Marek Pisarsky (Urban Art) Annette Hecht-Bauer Caroline Böttcher Casey McKee Jess Zamora-Turner Katharina Arndt Lioba von den Driesch Miriam Lenk Siggiko Valentina Tröndle Tracey Snelling Felix Matschke Endstation Jam
zur VeranstaltungVernissage
/ Biennale
Cottbus / Chóśebuz
04.09.2026,
Kunsthalle Lausitz / Chóśebuz
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