Jess Zamora-Turner
Grenzmaterialien

Szene aus dem Film Jess Zamora-Turner

Grenzmaterialien - Jess Zamora-Turner 

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Szene aus dem Film Jess Zamora-Turner

Grenzmaterialien - Jess Zamora-Turner 

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Szene aus dem Film Jess Zamora-Turner

Grenzmaterialien - Jess Zamora-Turner 

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© Photographer Octavia Burgel
Jess Zamora Turner - Foto: Octavia Burgel

Jess Zamora-Turner (*1984 in Viña del Mar/CL) ist bildende Künstlerin und lebt und arbeitet seit mehreren Jahren zwischen Berlin und einem kleinen Dorf auf der polnischen Seite der deutsch-polnischen Grenze.

In dieser Grenzregion bewirtschaftet sie einen Garten auf dem Gelände eines ehemaligen Schulhofs, dessen vielschichtige Geschichte von Vertreibung und Neuverortung ihre künstlerische Arbeit prägt. Zamora-Turner verbindet installative, performative und partizipative Formate mit Fragen von Landnutzung, Erinnerung und ökologischen Wissenssystemen. 

Sie studierte Bildende Kunst an der University of the Arts London (B.A.) und absolvierte weiterführende unabhängige Studien in Keramik, Saatgutkulturen, ethischer Landwirtschaft und postnaturalistischen Praktiken in den USA und Europa, unter anderem am NY Togei Kyoshitsu Studio (New York) sowie am Institute of Postnatural Studies (Spanien). Ihre Arbeiten wurden international gezeigt, unter anderem beim Tulca Festival in Galway (Irland) sowie in Ausstellungs- und Projekträumen in Berlin, Warschau und New York. 

Werktitel: Grenzmaterialien

Das Projekt basiert auf einer künstlerischen Praxis an der polnisch-deutschen Grenze, wo ein ehemaliger Schulhof zu einem experimentellen Garten und Forschungsort wurde. In diesem von Migration, Entwurzelung und Neuansiedlung geprägten Landschaftsraum entstehen textile Arbeiten aus sogenannten „Grenzmaterialien“ – aussortierten Stoffen aus Nordeuropa sowie Arbeitskleidung der lokalen Bevölkerung. Für die Biennale ist eine großformatige textile Skulptur geplant, die diese Materialien zu einer weichen, architektonischen Struktur verdichtet. In die Nähte werden Samen regionaler Kulturen eingebracht, sodass die Arbeit zugleich zu einem lebendigen Archiv von Arbeit, Migration, Ökologie und Zugehörigkeit wird.