Annette Hecht-Bauer (*1963 in Reutlingen) ist freischaffende Künstlerin, Designerin und Dozentin mit Schwerpunkt auf Textil, Objekt und Druckgrafik. Sie lebt und arbeitet in Baden-Württemberg.
Nach ihrem Studium des Textildesigns mit Schwerpunkt Masche an der Hochschule in Reutlingen (1983–1987) war sie zunächst als angestellte Designerin in der Textilbranche tätig, bevor sie ab 1993 als freiberufliche Designerin arbeitete.
Seit 2005 ist Hecht-Bauer zudem als freiberufliche Dozentin für Illustration und Gestaltung tätig, unter anderem an der FH Reutlingen und der Modefachschule Sigmaringen. Ihre künstlerische Praxis ist geprägt von einer material- und prozessorientierten Arbeitsweise, die textile Techniken, Objekt, Malerei und Druck verbindet. Ein wiederkehrender Ansatz ist der experimentelle Umgang mit gebrauchten Materialien und Alltagsobjekten.
Ihre Arbeiten wurden in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen gezeigt, darunter im Kunstverein und Kunstmuseum Reutlingen, im Württembergischen Kunstverein Stuttgart, in der Galerie Interart Stuttgart, der Shedhalle Tübingen, der Städtischen Galerie Ehingen sowie in weiteren institutionellen und alternativen Ausstellungsräumen in Baden-Württemberg, Berlin, Brandenburg und Bonn.
Werktitel: „Gewand – verwoben“
In diesem Werk setzt sich die Künstlerin mit der traditionellen Webtechnik auseinander und erinnert an die lange Geschichte der Leinen- und Baumwollweberei in der Oberlausitz. Kleidung wird hier als „zweite Haut“ sichtbar. Ein Material, das unserem Körper so nah ist und uns unser ganzes Leben begleitet.
Für ihre Arbeit hat die Künstlerin Materialien wiederverwendet, darunter Gemüsebeutel und Restbestände der Textilindustrie. Aus ihnen entsteht eine textile Hülle. Diese Hülle lädt ein, Kleidung als etwas zu betrachten, das unseren Alltag begleitet, uns schützt und zugleich Identität ausdrückt.
„Gewand-verwoben“ bewegt sich an der Grenze zwischen Kleidung und Objekt. Es fordert dazu auf, Materialien und Räume neu zu entdecken: Wie verwandeln sich vertraute Alltagsstoffe, wenn sie zu Kunst werden? Welche Geschichten tragen Stoffe in sich – über Herkunft, Herstellung und Konsum? Und wie verändert sich unser Körperempfinden, wenn Kleidung nicht nur nützlich, sondern auch ästhetisch und erzählerisch wirksam wird?
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Ausstellung
/ Biennale
Cottbus / Chóśebuz
05.09.—20.09.2026,
Kunsthalle Lausitz / Chóśebuz
Anne Peschken / Marek Pisarsky (Urban Art) Annette Hecht-Bauer Caroline Böttcher Casey McKee Jess Zamora-Turner Katharina Arndt Lioba von den Driesch Miriam Lenk Siggiko Valentina Tröndle Tracey Snelling Felix Matschke Endstation Jam
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Cottbus / Chóśebuz
04.09.2026,
Kunsthalle Lausitz / Chóśebuz
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