Inna Artemova (*1972 in Moskau/UdSSR) ist bildende Künstlerin und lebt und arbeitet seit 1998 in Berlin. Sie studierte Architektur am Moskauer Architekturinstitut und schloss ihr Diplom mit einer Auszeichnung der Russische Föderation ab.
Ihre Arbeit ist stark geprägt von den „Paper Architects“ – visionären Moskauer Professor:innen, die seit den 1980er-Jahren utopische, nie realisierte Architekturprojekte entwarfen. Die Einflüsse dieser Architekturutopien und ihre Erfahrung der Migration nach Berlin – einer Stadt des ständigen Wandels – führten sie zu einer künstlerischen Praxis, die zwischen konstruktivistischer Formensprache und futuristischen Visionen oszilliert. In jüngerer Zeit erweitert sie ihren Fokus von urbanen Strukturen hin zu Landschaften und untersucht das Zusammenspiel von Natur und menschlicher Gestaltung in einer idealen Zukunft.
Artemovas Werk wurde in Galerie- und institutionellen Ausstellungen in Europa, Zentralasien, China, Japan und den USA gezeigt. Sie realisierte Einzelausstellungen u. a. im Savitsky State Museum of Art in Usbekistan, im Nationalmuseum der Schönen Künste, Kirgisistan, im Kunstverein Hockenheim sowie in der Galerie DISKURS. Ihre Arbeiten wurden zudem in internationalen Gruppenausstellungen und Biennalen gezeigt, u. a. auf der Lahore Biennale in Lahore, im Jiangyuanhai Art Museum in Shanghai, im Kampa Museum in Prag, im Künstlerhaus Bethanien in Berlin sowie auf der OSTRALE Biennale O25 in Dresden.
Werktitel: Study of Space
Die Arbeiten entwerfen architektonische Zukunftsvisionen als utopische Möglichkeitsräume, in denen zentrale Fragen nach gesellschaftlichen Strukturen und alternativen Lebensformen verhandelt werden. Architektur erscheint dabei nicht nur als gebaute Umwelt, sondern als prägende Instanz, die Denken, Wahrnehmung und Handeln formt. Vor diesem Hintergrund wird die Moderne als entscheidender Wendepunkt lesbar, der eine radikale Trennung von Mensch und Natur etablierte – ein Dualismus, der sich bis heute in ökologischen und gesellschaftlichen Krisen manifestiert. Architektur wird hier als offener, instabiler Prozess begriffen, der bestehende Denkmodelle infrage stellt und neue Zukunftsperspektiven eröffnet.
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Ausstellung
/ Biennale
eröffnung openart Lausitz Biennale
31.07.2026,
Atelierhof Werenzhain / Wokrejs Łobjo-Halšter
Cihangir Gümüstürkmen Mira Dubian & Luka Golinski Simono Nezaket Ekici Detlef Schweiger Luzie Kork Sabine Schäfer Siegfried Kober Victoria Gentsch Inna Artemova Katrin Günther Sebastian Klug Golde G Johanna Reich
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