Philipp Geist
Lichtraum Lausitz

Szene aus dem Film Philipp Geist

Projection Mapping, Studio Videogeist

© photographer Philipp Geist
Szene aus dem Film Philipp Geist

Projection Mapping, Studio Videogeist

© photographer philipp geist / vg bildkunst 2026
Szene aus dem Film Philipp Geist

Projection Mapping, Studio Videogeist

© photographer Philipp Geist
Szene aus dem Film Philipp Geist

Projection Mapping, Studio Videogeist

© photographer Philipp Geist
Szene aus dem Film Philipp Geist

Projection Mapping, Studio Videogeist

© photographer Philipp Geist
Szene aus dem Film Philipp Geist

Projection Mapping, Studio Videogeist

© photographer Philipp Geist
Szene aus dem Film Philipp Geist

Projection Mapping, Studio Videogeist

© photographer philipp geist / vg bildkunst 2026

Philipp Geist (geb. 1976 in Witten (Ruhr)) lebt und arbeitet seit 1999 in Berlin und Weilheim i. OB. Seit den frühen 2000er Jahren zählt er zu den Pionieren des großformatigen Projection Mappings und entwickelt ortsspezifische, immersive Lichtkunstinstallationen im öffentlichen Raum sowie für Museen, Konzerthäuser und historische Architektur.

Er arbeitet international als Künstler mit den Medien Projection Mapping, Lichtinstallation, Video, Fotografie, Malerei und Fine Art Prints.

Seine Arbeiten verbinden analoge Malerei mit digitalen und generativen Bildwelten. Charakteristisch sind vielschichtige Überlagerungen aus Farbe, Struktur, Typografie und grafischen Elementen, die Architektur in begehbare Lichträume transformieren und die Grenzen zwischen Malerei, Projektion und Raum auflösen.

Geists Projekte wurden weltweit realisiert unter anderem in Europa, Asien, dem Nahen Osten, Nord- und Südamerika sowie Afrika. Er arbeitete an bedeutenden Orten wie der Christusstatue in Rio de Janeiro, dem Bauhaus Dessau, dem Kölner Dom, dem Azadi Tower in Teheran sowie zahlreichen internationalen Festivals und Biennalen.

Seit 2004 entwickelt er audiovisuelle Arbeiten für die Yellow Lounge der Deutschen Grammophon sowie Projekte mit internationalen Orchestern und Künstler:innen, darunter Kristjan Järvi, Mari Samuelsen, Daniel Hope, Max Richter und Ann-Sophie Mutter. Für seine Arbeiten erhielt Philipp Geist zahlreiche Auszeichnungen, darunter den Deutschen Lichtdesign-Preis (2013) in der Kategorie Lichtkunst. Neben seiner internationalen Ausstellungstätigkeit ist er als Kurator, Juror und künstlerischer Leiter verschiedener Lichtkunst- und Medienkunstformate tätig.

Werktitel: LICHTRAUM LAUSITZ

Im Rahmen der 1. openart Lausitz Biennale entsteht an der Kunsthalle Cottbus eine großformatige ortsspezifische Lichtkunstinstallation, die die historische Backsteinarchitektur in eine monumentale Leinwand aus Licht verwandelt. Die gesamte Fassade wird zur Projektionsfläche einer immersiven Lichtkomposition. Das Gebäude und der umgebende Stadtraum werden vollständig in Licht getaucht – es entsteht ein begehbarer Lichtraum, der Architektur, Kunst und Publikum zu einem gemeinsamen Erlebnis verbindet.

Im Zentrum der Arbeit steht die visuelle Sprache des Graffiti. Graffiti wird dabei nicht als dekoratives Motiv oder als klassische Street Art verstanden, sondern als Ausdruck von Dynamik, Aneignung und urbaner Energie. Tags, kalligrafische Gesten, Letterings, Drips, Sprühstrukturen, Schablonen, typografische Fragmente und spontane Zeichen verschmelzen mit abstrakter Malerei, grafischen Kompositionen und vielschichtigen Farbflächen zu einer eigenständigen Bildsprache. Die rohe Direktheit urbaner Intervention trifft auf die Offenheit zeitgenössischer Malerei und entwickelt eine kraftvolle Projektion zwischen Kunst, Architektur und öffentlichem Raum.

Die Projektion befindet sich in einem permanenten Wandel. Farben verdichten sich, Linien wachsen über die Architektur, Bildschichten überlagern sich, lösen sich auf und entstehen neu. Grafische Elemente reagieren auf Fenster, Gesimse und Backsteinstrukturen, durchbrechen die Fassadenflächen und lassen Architektur und Projektion zu einer räumlichen Einheit verschmelzen. Die Kunsthalle wird nicht lediglich angestrahlt – sie wird selbst zum Bildträger und Bestandteil der künstlerischen Komposition. Licht, Farbe und Bewegung breiten sich über die Gebäudefassade hinaus in den Stadtraum aus. Fassaden, Bodenflächen und architektonische Elemente werden miteinander verbunden und schaffen einen atmosphärischen Lichtraum, in dem Besucher:innen Teil der Installation werden. Die Grenzen zwischen Innen und Außen, Bild und Architektur, Betrachter:innen und Kunstwerk beginnen sich aufzulösen.

Inhaltlich reflektiert die Installation den Wandel der Lausitz. Graffiti dient dabei als universelle Bildsprache für Identität, Transformation, kulturelle Vielfalt und gesellschaftlichen Dialog. Die Geschichte der Region wird nicht illustrativ erzählt, sondern in eine abstrakte visuelle Komposition aus Licht, Farbe, Struktur und Bewegung übersetzt, die unterschiedliche Assoziationen und individuelle Zugänge eröffnet.

Besucher:innen und Bewohner:innen sind eingeladen, Begriffe, Gedanken oder kurze Botschaften zur Lausitz einzureichen. Diese werden als typografische Interventionen in die Projektion integriert und verbinden sich mit den malerischen und grafischen Strukturen zu einem kollektiven visuellen Statement, das den öffentlichen Raum temporär mitgestaltet.

Projection Mapping

/ Biennale

LICHTRAUM LAUSITZ
05.09.2026, Kunsthalle Lausitz / Chóśebuz

Philipp Geist

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