Claudia Pilsl (*1965 in Wels/AT) ist Künstlerin und Wissenschaftlerin mit Schwerpunkt auf Fotografie und Film. Sie studierte an der Hochschule für angewandte Kunst Wien sowie an der Hochschule der Künste Berlin. Von 2011 bis 2013 absolvierte sie den Masterstudiengang Photography and Urban Cultures am Goldsmiths College, University of London.
Nach 27 Jahren in Südengland lebt und arbeitet Claudia Pilsl seit Januar 2025 wieder in Wien. Ihre künstlerische Praxis untersucht die Wirkkraft fotografischer und filmischer Medien. Charakteristisch für ihre Arbeit ist eine prozessuale, häufig kollaborative Herangehensweise, die Interviews, Archivmaterial, Film und Fotografie verbindet. Seit 2023 beschäftigt sie sich verstärkt mit alternativen fotografischen Verfahren.
Ausgehend von dem von Karel Doing in England entwickelten Verfahren des Phytogramms nutzt sie diese alternative fotografische Technik, bei der Pflanzen aktiv in den Bildentstehungsprozess einbezogen werden. Die Arbeiten verhandeln Schnittstellen von Natur, Wissenschaft und Kunst sowie Fragen von Biodiversität und der Position analoger Verfahren in einer zunehmend digital geprägten Gegenwart.
Pilsl Arbeiten wurden in Einzelausstellungen u. a. im Traklhaus Salzburg, der Landesgalerie Linz, der Fotogalerie Wien sowie im Kunstmuseum Bonn präsentiert. Darüber hinaus waren sie in zahlreichen Gruppenausstellungen und Screenings zu sehen, unter anderem bei Arnolfini und Spike Island in Bristol, im Rahmen internationaler Festivals in Großbritannien und Italien sowie in kuratierten Kunst- und Filmkontexten in Österreich und England.
Werktitel: Auf den Spuren des Unkrauts
Die Installation besteht aus 108 Fotografien, Pflanzen aus der nächsten Umgebung von der Heinrich-Zille-Straße 1 und diversen gefundenen bzw. geborgten Gegenständen. In den fotografischen Drucken angewandte Technik: Phytogramm°
Claudia Pilsl interessiert sich für widerstandsfähige, oft übersehene oder kaum geduldeten Pflanzen. Denn als Akteure im urbanen Umfeld stellen sie durch ihre Anwesenheit nicht nur Fragen zu Migration und Toleranz. Vielmehr zeigen sich auch, daß es durchaus möglich ist sich auch in rauerem Terrain zu entfalten.
Für diese Arbeit hat Claudia Pilsl in Workshops und Spaziergängen mit Bewohnerinnen und Bewohnern von Lauchhammer die Pflanzen des Brachlands um die Heinrich-Zille-Straße 1 erkundet. Die Installation reflektiert die verschiedenen Wahrnehmung und bietet einen vielschichtigen Blick auf eines sich im Umwandlung befindlichen Umfelds.
° Das Phytogramm ist ein kameralose analoges Fotografie-Verfahren, in dem Pflanzen direkt Spuren auf lichtempfindlichem Material hinterlassen.
Weiterführende Links
Erwachsenen-Workshop
/ Biennale
Auf den Spuren des Unkrauts
02.08.2026,
Heinrich-Zille-Str. 1 Lauchhammer / Wokrejs Górne Błota-Łužyca
zur Veranstaltung
Erwachsenen-Workshop
/ Biennale
Auf den Spuren des Unkrauts
04.08.2026,
Heinrich-Zille-Str. 1 Lauchhammer / Wokrejs Górne Błota-Łužyca
zur Veranstaltung
Ausstellung
/ Biennale
Räume zwischen Vergangenheit und Gegenwart - Lauchhammer
08.08.—23.08.2026,
Heinrich-Zille-Str. 1 Lauchhammer / Wokrejs Górne Błota-Łužyca
Louisa Frauenheim Johannes Weilandt Claudia Pilsl Christian Hasucha Matrosenhunde Anke Hannemann Marie Kublik & Frida Teller Anja Nürnberg Bernhard Schipper
zur VeranstaltungVernissage
/ Biennale
Vernissage in der Heinrich-Zille-Str. 1
08.08.2026,
Heinrich-Zille-Str. 1 Lauchhammer / Wokrejs Górne Błota-Łužyca
Louisa Frauenheim Johannes Weilandt Claudia Pilsl Christian Hasucha Matrosenhunde Anke Hannemann Marie Kublik & Frida Teller Anja Nürnberg Bernhard Schipper
zur VeranstaltungFinissage
/ Biennale
Finissage der Ausstellungen in Lauchhammer
23.08.2026,
Heinrich-Zille-Str. 1 Lauchhammer / Wokrejs Górne Błota-Łužyca
Birgit Fechner Dirk Sorge Reinhard Sandner Anja Nürnberg Bernhard Schipper Brigitte Böckmann-Jennen Christian Hasucha Claudia Pilsl Grotest Maru Johannes Weilandt Louisa Frauenheim Marie Kublik & Frida Teller Matrosenhunde
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