Karen Modrei
appropriate hieroglyphs

Szene aus dem Film Karen Modrei

YOKO, 2021 © Karen Modrei. Foto: Karen Modrei

© photographer Karen Modrei
Szene aus dem Film Karen Modrei

Umdichtungen. Zukunftsvisionen Görlitz, 2022 © Karen Modrei. Foto: Karen Modrei

© photographer Karen Modrei
Szene aus dem Film Karen Modrei

Umdichtungen. Zukunftsvisionen Görlitz, 2022 © Karen Modrei. Foto: Karen Modrei

© photographer Karen Modrei
© Photographer Michael Schröder
© Karen Modrei. Foto: Michael Schröder

Karen Modrei ist eine interdisziplinäre Künstlerin und lebt und arbeitet seit 2021 freischaffend in München. Nach einer Ausbildung zur Maßschneiderin studierte sie Architektur an der Bauhaus-Universität Weimar, wo sie den Bachelor of Science erwarb. Anschließend absolvierte sie ein Studium der Textilkunst an der Konstfack in Stockholm, das sie mit dem Master of Arts abschloss. 

In ihrer künstlerischen Praxis untersucht sie die Beziehung zwischen Körpern und Räumen, deren Erfahrungen und Dynamiken sowie die Verhandelbarkeit von Grenzen und Intimität. Ihre Arbeit ist interdisziplinär und verbindet Handwerk, Installation, Maschinenmanipulation, Klangkunst und Performance, um komplexe Wechselbeziehungen in zugängliche materielle und verkörperte Ausdrucksformen zu übersetzen. 

In ihren Performances begreift sie das Textilhandwerk als eine Praxis, die einen imaginativen und konstruktiven Dialog mit der eigenen Umgebung herstellt. Indem sie Werkzeuge als Körper versteht, lauscht sie aufmerksam ihrer innewohnenden Sprache und ihren Ausdrucksformen, die Erfahrungen vermitteln und den Fokus auf verkörpertes Wissen lenken. Als Textilkünstlerin erzählen diese Werkzeuge oft von Konstruktionen weiblicher Identitäten und den damit verbundenen Wertesystemen 

Ihre Arbeiten wurden in zahlreichen Ausstellungen, Performances und Projekten im In- und Ausland präsentiert, unter anderem im Kunstpavillon München, im konnektor – Forum für Künste in Hannover, beim Zukunftsvisionen Festival in Görlitz, im Radical Institute in Cork (Irland) sowie im öffentlichen Raum in Stockholm und Weimar. Im April 2026 ist sie Artist in Residence in der Textilwerkstatt der Akademie der Bildenden Künste München. Ihre Arbeit wurde durch Stipendien und Förderungen auf kommunaler, nationaler und internationaler Ebene unterstützt. 

Werktitel: appropriate hieroglyphs

„appropriate hieroglyphs“ ist eine Arbeit, die sich von der Mehrsprachigkeit der Lausitz inspirieren lässt und Sprache als Instrument zur Teilhabe begreift, das auch Assoziationen von Fremdheit und Distanz mit sich bringt. Neugierig und imaginativ wird das Wechselspiel aus Verständnis und Unverständnis in ein Material übertragen, das tief in der Kulturgeschichte der Region verwurzelt ist - Textil.

Ausgangspunkt der Arbeit ist ein textiles „Übersetzungssystem“: Eine modifizierte Haushaltsstrickmaschine verwandelt Stimmen und Klänge über einen Soundsensor in textil gewordene Muster. Für die Biennale entsteht eine Live-Performance im Forster Textilmuseum, in der die Künstlerin und die Maschine Erzählungen und Geräusche der Anwesenden in Echtzeit verarbeiten. Die daraus entstehenden Textil-Dokumente ergänzen für den Ausstellungszeitraum die Material- und Sound-Installation mit bestehenden textilen Lausitzer “Umdichtungen”.

Ausstellung

/ Biennale

Forst / Baršć (Łužyca)
21.08.—06.09.2026, Forster Museum für Textil- und Industriegeschichte Lausitz / Wokrejs Sprjewja-Nysa

Sonja Yakoleva Joana Vasconcelos Katharina Maria Wimmer Esther Perbandt Frank Lippold Marike Schuurman Minh Duc Pham Heike Zappe Karen Modrei

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