Victoria Gouzikovski
Insurrection

Victoria Gouzikovski beschäftigt sich mit Architektur und alternativen Räumen und konzentriert sich dabei auf die prägenden Eigenschaften von Architektur und Ästhetik.

Victorias transdisziplinäre Praxis bedient sich Methoden aus Design, Architektur und Theorie, um außerhalb hegemonialer Prozesse zu arbeiten und fachspezifische Genres für diese Forschungsprozesse zu entwickeln. Diese Praxis ist theoriegeleitet und besteht aus langfristigen Forschungsprojekten, die die Sprache der Architektur und die Ästhetik der gestalteten Umwelt kritisch untersuchen – als Material mit vermittelnden Eigenschaften, das auf subtile Weise hegemoniale Ideale auferlegt. Die Praxis ist sowohl kritisch als auch konstruktiv und wendet die untersuchten Sprachen/Modalitäten auf neue Weise an.

Werktitel: Insurrection

Insurrection (Englisch für „Aufstand“) ist eine Installationsreihe, die sich mit den ästhetischen Wandlungen auseinandersetzt, die mit ideologischen Veränderungen einhergehen, und diese durch räumliche und architektonische Ausdrucksformen greifbar macht. Die Arbeit entwirft eine Reihe von „Uniformen“ für die Häuser von Jamlitz und vollzieht damit eine ästhetische Übernahme. Die Entwürfe greifen jene Veränderungen an Gebäuden auf, die im Zuge von epistemischen Umbrüchen, Regimewechseln, zeitgeistigen Überschneidungen in künstlerischen Strömungen, politischen Einflüssen in der Stadtplanung, Protestformen sowie feierlichen und nationalistischen Inszenierungen entstehen – Ästhetiken, die als materieller Dialog in der Sprache der Architektur zum Ausdruck kommen, sei es in Form institutioneller Strategien, individueller Taktiken oder anderer Anwendungen dazwischen, und gleichzeitig neue Ideen und Tendenzen einbringen. Die Arbeit begreift diese Art von Ästhetik als eine Form der Architektursprache und visualisiert den Punkt, an dem sich ideologische Verschiebungen überschneiden, wobei der Fokus eher auf diesen Dynamiken und den Modalitäten der Stilsprachen selbst liegt als auf dem, was sie aussagen.

Das Werk selbst steht für einen epistemischen Wandel, der sich durch die Sprache der Architekturästhetik vollzieht. Es zielt darauf ab, jenen Moment des Wandels zu erfassen, der nicht nur eine Darstellung einer Verschiebung ästhetischer Logiken darstellt, sondern auch ein Vorbote ist, der schrittweise eine neue Zukunft Wirklichkeit werden lässt. Das Werk spielt daher mit der Idee, dass die subtile Sprache der Architektur Stränge neuer Virtualitäten einbringt, die das Potenzial haben, prophetisch zu werden.

Die Installationen sind als neuer ideologischer Stil konzipiert, der auf eine Stadt angewendet wird, und spiegeln wider, inwieweit es möglich ist, dass dieses ästhetische Regime in diesem Kontext entsteht: Das endgültige Werk entsteht durch lokale Vermittlungsprozesse und spiegelt daher auch wider, inwieweit diese architektonischen Anpassungen in einem bestimmten Gebiet umgesetzt werden können, wobei sie in verschiedenen Regionen unterschiedliche Intensitäten und stilistische Varianten annehmen; daher wird das endgültige Werk in gewisser Weise das Ergebnis eines ortsspezifischen Experiments dieser Visualisierung sein. Inwieweit wird eine ästhetische Übernahme möglich sein?

Ausstellung

/ Biennale

Leerstellen, Überwachsungen und Möglichkeiten
14.08.—30.08.2026, Jamlitz / Jemjelnica / Wokrejs Dubja-Błota

Bob Budd Victoria Gouzikovski Mio Okido Franziska Möbius Julia Lazarus Christine Schulz Anke Westermann

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Ausstellungseröffnung

/ Biennale

Vernissage "Leerstellen, Überwachsungen und Möglichkeiten" in Jamlitz
14.08.2026, Jamlitz / Jemjelnica / Wokrejs Dubja-Błota

Anke Westermann Bob Budd Franziska Möbius Julia Lazarus Mio Okido Victoria Gouzikovski Christine Schulz

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