Mio Okido (*1986 in Niigata/JPN) ist bildende Künstlerin und lebt und arbeitet seit 2015 in Berlin. Sie studierte Intermedia Art an der Tokyo University of the Arts (B.A.) und absolvierte ein Auslandsjahr an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle. Anschließend setzte sie ihr Studium an der Weißensee Kunsthochschule Berlin fort, wo sie das Diplom sowie den Meisterabschluss in Bildender Kunst erlangte.
Parallel dazu schloss sie ein Masterstudium am Institut für Kunst im Kontext der Universität der Künste Berlin mit dem Schwerpunkt Theorie der Erinnerungskultur und Kunst im öffentlichen Raum ab.
Okidos Arbeiten wurden in Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland präsentiert, unter anderem im Museum für Asiatische Kunst der Staatlichen Museen zu Berlin, im Humboldt Forum Berlin, in der Galerie der Künstler*innen in München sowie beim Utro Art Festival im Goethe-Institut Villa Kamogawa in Japan. Ihre künstlerische Praxis wurde durch zahlreiche Stipendien und Förderprogramme unterstützt, darunter das Goldrausch Künstlerinnenprojekt, das CoMuse Fellowship-Programm der Staatlichen Museen zu Berlin sowie Förderungen des Landes Berlin und der Pola Art Foundation (Japan).
Werktitel: Blick
Das Projekt „Blick“ setzt sich im öffentlichen Raum der Gedenkstätte Lager Jamlitz mit der Geschichte des KZ-Außenlagers Lieberose und des sowjetischen Speziallagers Nr. 6 auseinander. Auf Grundlage historischer Recherchen und in Zusammenarbeit mit der lokalen Institution werden Fahnen mit Porträts der ehemaligen Häftlingen installiert, die die verdrängte Gewaltgeschichte des Ortes sichtbar machen. Durch die ästhetische Umdeutung der Flagge – eines Symbols politischer Macht – macht die Installation die zerstörerischen Folgen historischer Machtstrukturen erfahrbar und stellt zugleich die Gewalt der Menschheit in Frage, die weltweit bis heute kein Ende findet.
Weiterführende Links
Ausstellung
/ Biennale
Leerstellen, Überwachsungen und Möglichkeiten
14.08.—30.08.2026,
Jamlitz / Jemjelnica / Wokrejs Dubja-Błota
Bob Budd Victoria Gouzikovski Mio Okido Franziska Möbius Julia Lazarus Christine Schulz Anke Westermann
zur Veranstaltung