Jurymitglied der Openart Lausitz Biennale
Die künstlerische Biografie von Matthias Körner ist geprägt von einer tiefen Suche nach Ausdrucksformen, die über das rein Handwerkliche hinausgehen. Nach Ausbildungen in pflegerischen, therapeutischen und handwerklichen Berufen (1971–1982) fand Körner Mitte der 1980er Jahre durch private Studien – unter anderem bei Rainer Zille – zur Malerei.
Seit dem Mauerfall wirkt er als freischaffender Künstler in Cottbus. Sein künstlerisches Schaffen ist untrennbar mit seinen Reisen verbunden: Ab 1993 erkundete er zunächst den europäischen Raum, bevor ihn sein Weg 1996 nach Nord- und Ostafrika führte. Besonders Marokko und Uganda wurden zu prägenden Kraftzentren seiner Arbeit.
Die Hinterglasmalerei bildet seit 2021 einen kraftvollen Kontrast zu Matthias Körners bisherigem Schaffen in Malerei, Grafik und Fotografie. Das Arbeiten auf Glas erfordert radikales Umdenken: Motive werden spiegelverkehrt und in umgekehrter Schichtenfolge aufgebaut. Was auf herkömmlicher Leinwand zuletzt gemalt wird, steht hier am Anfang. Der transparente Malgrund verleiht den Werken eine ganz eigene visuelle Dynamik, in der kulturelle Einflüsse und die unmittelbare Umgebung kunstvoll miteinander verschmelzen.
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